S i m p le   V i s i b i l i t i es

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Mit dem Einzug der Menschen in die Welt kamen die Bilder. Über dem Abgrund des „Nichts“ spinnen sie ein Netz, das entdramatisiert und dem Menschen ein Instrument zum eigenen Zivilisationsabdruck verleiht.

Sie beschreiben unseren Lebensraum, unser Entwicklung und Zerstörungspotential als individualistische Humanitätskultur. Würden wir den Holocaust wirklich vorstellen ohne Bilder, die das Grauen, die menschliche Endnegation zeigen?

Bilder geben dem Verlagen des Menschen nach einer anderen Wirklichkeitsbeschreibung individuellen Ausdruck. Kunstrichtungen legen Zeugnis ab von den jeweiligen wissenschaftlichen als auch psychosozialen Entwicklung des Menschen.

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„Draw a distinction“ (S. Brown) …. Von diesem Einschnitt aus gestaltet sich ein neuer Raum mit Anschlussoperationen. Diese Unterscheidungen können auch auf künstlerische Ebenen übertragen werden. Jedes Bild ist eine solche Unterscheidung.

Mein Interesse für diese „Unterscheidungen“finden ihren theoretischen Ausdruck in der Dissertation, es geht dort um die Entstehung  von Stadtwirklichkeit. Mit der ersten Grenzziehung um eine Stadt bilden sich Systeme heraus und diversifizieren sich. Daran ist der Begriff der Kontingenz angelehnt. Nicht als Zufälliges zu verstehen, sondern als Unterscheidung, so wie jede künstlerische Arbeit eine Unterscheidung zur synchronisierten Welt bedeutet und eine alternative Welt formuliert.

Zudem faszinieren mich Fraktale … und der Gedanke von Vilem Flusser, das ein Schuh eine informierte Schweinehaut ist, zeigt eine Sichtweise in perspektivischer Erweiterung und Erheiterung.


Grüße in die schöne neue Welt.

SUZART

Essen Germany


MAIL: info@suzart.de

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